164 Jugendliche für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

Mit Musik, persönlichen Worten des Dankes und der feierlichen Übergabe der Zeugnisse endete für 164 Schülerinnen und Schüler das Freiwillige Soziale Schuljahr (FSSJ) des Schuljahres 2025/2026. Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Jugendlichen für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet, das sie über viele Monate hinweg in gemeinnützigen Einrichtungen im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim geleistet hatten.
Nach der Begrüßung durch Veronika Polok, Leitung des Freiwilligenzentrums „mach mit!“ im Caritasverband Fürth und Neustadt/Aisch übernahmen die Jugendlichen Lea Krasniq und Hamza Alshammary die Moderation der Veranstaltung. Sie führten mit viel Freude und Souveränität durch das abwechslungsreiche Programm. In ihren Grußworten würdigten Landrat Dr. Christian von Dobschütz und Erster Bürgermeister der Stadt Neustadt an der Aisch Alexander Müller den Einsatz der Schülerinnen und Schüler und betonten die große Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Beide dankten den Jugendlichen für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zeit für andere einzusetzen. Bürgermeister Müller berichtete zudem von seinen eigenen Erfahrungen im FSSJ in einer Kita und machte deutlich, wie prägend dieses Engagement für den weiteren Lebensweg sein kann.
Unter den Gästen befanden sich außerdem Andrea Möhringer, Vorständin der Stiftung Kinderförderung und Playmobil, Michél Ufer und Stefanie Engelhardt von der Sparkasse Neustadt/Aisch, einem langjährigen Förderer des Projekts, sowie Sabine Herderich, ehemalige ehrenamtliche Vorsitzende des Caritasverbandes, und Andreas Schilling, hauptamtlicher Vorstand des Caritasverbandes.
Für den musikalischen Rahmen sorgten Johanna Chen und Conrad Gehringer. Mit den Klavierstücken Clair de Lune, dem 3. Satz der Sturmsonate und dem gemeinsam vorgetragenen Radetzky-Marsch verliehen sie der Feierstunde eine festliche Atmosphäre.
Engegament in der Sprachförderung für Kinder
Ein besonderer Programmpunkt war die Ehrung der Sprachbuddies. Insgesamt 18 Jugendliche engagierten sich im vergangenen Schuljahr im Rahmen ihres FSSJ in Kindertagesstätten. Mit Vorleseaktionen, Geschichten und spielerischen Sprachangeboten weckten sie die Freude an Büchern und unterstützten die sprachliche Entwicklung der Kinder. Gemeinsam mit Andrea Möhringer wurden ihnen ihre Zeugnisse überreicht. Das Sprachbuddy-Projekt ist ein Kooperationsprojekt und wird durch die Stiftung finanziell unterstützt.
Bevor die FSSJ-Zeugnisse übergeben wurden, lockerte eine Fragerunde das Programm auf. Dabei wurde deutlich, wie groß das Engagement vieler Teilnehmender war: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler hatten weit mehr als die geforderten 80 Stunden geleistet, einige engagierten sich sogar über 100 Stunden. Zudem absolvierten mehrere Jugendliche das FSSJ bereits zum wiederholten Mal.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Überreichung der FSSJ-Zeugnisse an alle Jugendlichen durch Landrat von Dobschütz und Bürgermeister Müller. Insgesamt waren in diesem Schuljahr 19 Schulen vertreten, darunter 14 Schulen aus dem Landkreis. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag, junge Menschen für ehrenamtliches Engagement in ihrer Heimatregion zu gewinnen und stärkt zugleich das soziale Miteinander über Schul- und Gemeindegrenzen hinweg.
Erfolgsmodell seit über 20 Jahren
Das Freiwilliges Soziales Schuljahr wurde im Freiwilligenzentrum „mach mit!“ entwickelt und wird seit 2003 erfolgreich umgesetzt. Das sogenannte „Neustädter Modell“ ermöglicht Schülerinnen und Schülern ab der 8. Klasse, sich über ein Schuljahr hinweg außerhalb des Unterrichts ehrenamtlich zu engagieren. Dabei sammeln sie wertvolle praktische Erfahrungen, lernen soziale Berufsfelder kennen und erleben, wie sie mit ihrem Einsatz Verantwortung übernehmen und etwas bewirken können.
Die feierliche Zeugnisverleihung machte einmal mehr deutlich, wie groß die Bereitschaft junger Menschen ist, sich für andere einzusetzen. Das Freiwilliges Soziales Schuljahr zeigt seit vielen Jahren eindrucksvoll, dass ehrenamtlicher Einsatz keine Frage des Alters ist – sondern der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft aktiv mitzugestalten.